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Musikalische Literatüden © Theater L.E.O.

L.E.O. Musikalische Literatüden

19.04.2020-17.05.2020
L.E.O. - Letztes erfreuliches Operntheater, Wien

Martin Haidinger liest an drei Abenden Texte von Egon Erwin Kisch über Leo Perutz bis Gregor von Rezzori. Die musikalischen Einlagen werden von Primadonna Elena Schreiber dargeboten.

Termine

Info

„SCHREIB DAS AUF, KISCH!“
Der „rasende Reporter“ Egon Erwin Kisch und die Wirklichkeit


„Nichts ist erregender als die Wahrheit“, hat er einmal gesagt, und trotzdem ist der begnadete Prager Schriftsteller Egon Erwin Kisch (1885-1948) ein Reporter gewesen, der es mit dieser Wahrheit nicht immer ganz genau genommen hat. Möglicherweise sind seine Ausgeburten dichterischer Freiheit gerade deshalb so beeindruckende Zeugnisse schillernder Welten und Miniaturen dessen, was er selbst mit dem Satz: „Nichts ist exotischer als unsere Umwelt“ beschrieb.
„Egonek“ war ein stilistisch brillanter, philanthropischer und politisch randständiger Held der Feder, der vom „Fall Redl“ bis zum „Marktplatz der Sensationen“ das meiste vom Schreibtisch aus skizzierte; heraus kamen Halbwahrheiten und „Fake News“ mit moralischem Anspruch, doch großem Unterhaltungswert.
Im Pariser Exil hat Kisch Ende der 30er Jahre dem Freund Friedrich Torberg sein Überlebenskonzept anvertraut:
„Weißt du, mir kann eigentlich nichts passieren. Ich bin ein Deutscher. Ich bin ein Tscheche. Ich bin ein Jud. Ich bin aus einem guten Haus. Ich bin Kommunist ... Etwas davon hilft mir immer.“
Martin Haidinger liest Ausschnitte aus Meisterreportagen und anderen Werken des „rasenden Reporters“.

„NACHTS UNTER DER STEINERNEN BRÜCKE“
Die Geister des Leo Perutz und andere Gespenster


Wo es spukt, da lass dich ruhig nieder! Gespenster haben in der Literatur schon immer eine ganz besonders wichtige Rolle gespielt, denn wo andere nicht mehr können, geben sie manch auswegloser Handlung eine neue Wendung.
Was Wunder, dass sich die Dichter ihrer reichlich bedienten? Der österreichische Schriftsteller Leo Perutz (1882-1957) etwa war ein Meister der phantastischen Literatur; vor allem sein Episodenroman „Nachts unter der Steinernen Brücke“ bringt die mystischen Seiten Prags zum Glänzen.
Martin Haidinger läßt Perutzsche Gestalten wie den hohen Rabbi Loew auftreten, beschwört aber auch Gespenster anderer Autoren herauf.
Mitunter sind es ironische Geister, während andere einem das Blut in den Adern gefrieren lassen.


„MAGHREBINISCHE GESCHICHTEN“ und ein „IDIOTENFÜHRER“
Die phantastische Welt des Gregor von Rezzori


Der „Schlawiner, Salonlöwe und Lebemann“ Gregor von Rezzori (1914-1998) begründete seinen Welterfolg als Schriftsteller mit den „Maghrebinischen Geschichten“ aus einem pittoresken Phantasieland mit geheimnisvoller Bürokratie, märchenhafter Architektur und orientalischen Sitten.
Darüber hinaus kann der in Czernowitz (damals Österreich-Ungarn, heute Ukraine) geborene Maler, Schauspieler, Drehbuchautor und Journalist aus sizilianischem Adel als ein Universalkünstler gelten, der die Medien Radio und Fernsehen gut zu nützen wusste.
Im ORF-TV-Magazin „Jolly Joker“ und für den „Playboy“ berichtete Rezzori von den Abgründigkeiten der Reichen und Schönen, der Aristokraten, der Prominenz und der Schickeria. Ihnen allen widmete er seinen „Idiotenführer durch die deutsche Gesellschaft“.
Martin Haidinger pickt in dieser Folge der „Literatüden“ literarische Rosinen aus dem Werk des bisweilen unterschätzen alt-österreichischen Autors.

Sichern Sie sich Tickets und erleben einen unterhaltsamen Abend im Theater L.E.O. mit Martin Haidinger und Elena Schreiber.

Veranstalter: L.E.O. - Letztes erfreuliches Operntheater

Veranstaltungsort

Tickethotline: +43 1 58885 - 333

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